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Goethe B1 Hören: Alle 4 Teile, Format und Übungsplan

Hören ist das Modul, in dem viele B1-Kandidaten Punkte verschenken – nicht weil ihr Deutsch schwach ist, sondern weil Teile der Aufnahme nur einmal gespielt werden und keine Zeit bleibt, eine verpasste Antwort nachzuholen. Wer genau weiß, was jeder der vier Teile enthält, wie oft er zu hören ist und wo die Fallen liegen, verwandelt das Hörverstehen von einem Glücksspiel in ein System.

Aktualisiert am 2026-05-24

Modulübersicht

TeilWas Sie hörenAufgabenAbspielungenZeit
Teil 1 – KurztexteFünf kurze Alltagsaufnahmen (Nachrichten, Ansagen)10ca. 10 Min.
Teil 2 – MonologEin längerer Monolog (Vortrag, Führung)5 (Multiple Choice)ca. 10 Min.
Teil 3 – GesprächEin informelles Gespräch zwischen zwei Personen7 (Richtig/Falsch)ca. 10 Min.
Teil 4 – DiskussionEine Diskussion oder ein Interview mit mehreren Sprechenden8 (Wer sagt was?)ca. 10 Min.
Gesamt: ca. 40 Min. und 30 Aufgaben. Teil 2 und Teil 3 werden nur EINMAL gespielt; Teil 1 und Teil 4 werden zweimal gespielt. Diese Einmal-Regel ist die entscheidende Herausforderung des Goethe B1 Hörens.

Teil 1 – Kurztexte

Sie hören fünf kurze, voneinander unabhängige Aufnahmen – Sprachnachrichten, öffentliche Durchsagen, Radioausschnitte. Zu jeder Aufnahme gibt es zwei Aufgaben: eine Richtig/Falsch-Aussage und eine Multiple-Choice-Frage mit drei Optionen. Jede Aufnahme wird zweimal gespielt.

  • Lesen Sie beide Aufgaben zu einem Kurztext, bevor dieser beginnt – Sie haben nur wenige Sekunden.
  • Die Richtig/Falsch-Aussage paraphrasiert die Aufnahme meist; hören Sie auf den Sinn, nicht auf identische Wörter.
  • Nutzen Sie die zweite Abspielung zur Bestätigung, nicht um ganz neu anzufangen.

Teil 2 – Monolog (einmaliges Abspielen)

Ein längerer Monolog – eine Präsentation, eine Führung, eine Anleitung – mit fünf Multiple-Choice-Fragen (a/b/c). Entscheidend: Sie hören ihn nur einmal.

  • Lesen Sie alle fünf Fragen in der Pause vor der Aufnahme. Sie folgen der Reihenfolge der Aufnahme.
  • Markieren Sie sofort Ihre beste Vermutung und gehen Sie weiter – wer bei einer Aufgabe steckenbleibt, verpasst die nächste.
  • Ablenkungsoptionen erwähnen meist etwas, das gesagt wird, aber die Frage nicht beantwortet.
Einmaliges Abspielen: Es gibt keine Wiederholung. Üben Sie gezielt das einmalige Zuhören, damit die echte Prüfung sich normal anfühlt.

Teil 3 – Gespräch (einmaliges Abspielen)

Ein informelles Gespräch zwischen zwei Personen – Freunden oder Kollegen – mit sieben Richtig/Falsch-Aussagen. Wie Teil 2 wird auch dieses Gespräch nur einmal gespielt.

  • Die sieben Aussagen folgen der Reihenfolge des Gesprächs – behalten Sie beim Zuhören Ihre Position im Blick.
  • Achten Sie darauf, wenn Sprechende ihre Meinung ändern; die Antwort spiegelt ihre endgültige Haltung wider.
  • Eine Aussage ist "Falsch", wenn auch nur ein Teil davon falsch ist – selbst wenn der Großteil stimmt.

Teil 4 – Diskussion (Wer sagt was?)

Eine formellere Diskussion – eine Radiosendung oder ein Interview – mit mehreren Sprechenden. Acht Aufgaben fragen, wer welche Meinung äußert ("Wer sagt was?"). Sie hören die Aufnahme zweimal.

  • Notieren Sie beim ersten Hören die Kernposition jeder sprechenden Person; ordnen Sie die Aufgaben beim zweiten Hören zu.
  • Meinungen werden paraphrasiert, nicht wörtlich zitiert – vergleichen Sie Ideen, nicht genaue Formulierungen.
  • Nutzen Sie die zwei Abspielungen bewusst: das erste Mal für das Gesamtbild, das zweite Mal zur Bestätigung Ihrer Zuordnungen.

Die Teile mit einmaligem Abspielen meistern

Teil 2 und Teil 3 entscheiden über die meisten Hören-Ergebnisse. Kandidaten, die nur mit wiederholbaren Aufnahmen üben, sind auf den Druck des einmaligen Hörens nicht vorbereitet.

  • Üben Sie mit Aufgaben, bei denen die Aufnahme nur einmal gespielt wird, damit das Antworten in Echtzeit zur Gewohnheit wird.
  • Lesen Sie die Fragen immer in der Pause vor – das zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.
  • Lassen Sie keine Aufgabe leer: Eine fundierte Vermutung bei einer binären oder dreifachen Auswahl hat gute Chancen.
  • Wenn Sie eine Aufgabe verpassen, lassen Sie sie sofort los – das Nachjagen kostet Sie die nächsten zwei.

Übungsplan

  • Woche 1–2: Jeden Tag ein Teil. Lernen Sie das Format und die Fragetypen auswendig.
  • Woche 3: Üben Sie gezielt Teil 2 und Teil 3 unter Bedingungen mit einmaligem Abspielen.
  • Woche 4: Vollständige Hören-Abschnitte von ca. 40 Min., mit Zeitvorgabe und nur den erlaubten Abspielungen.
  • Durchgehend: Hören Sie sich nach jeder Übung die Aufnahme mit dem Transkript an, um zu verstehen, was Sie verpasst haben und warum.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft wird jede Aufnahme im Goethe B1 Hören gespielt?

Teil 1 und Teil 4 werden zweimal gespielt; Teil 2 (Monolog) und Teil 3 (Gespräch) werden nur einmal gespielt. Das gezielte Üben unter Einmal-Bedingungen für Teil 2 und Teil 3 ist die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme.

Wie lange dauert das Goethe B1 Hören und wie viele Aufgaben gibt es?

Das Hören-Modul dauert ca. 40 Min. und umfasst 30 Aufgaben in vier Teilen: 10 in Teil 1, 5 in Teil 2, 7 in Teil 3 und 8 in Teil 4.

Wie viele Punkte braucht man, um das Goethe B1 Hören zu bestehen?

Jedes Modul des Goethe-Zertifikats B1 wird mit maximal 100 Punkten bewertet; Sie brauchen mindestens 60 Punkte (60 %), um zu bestehen. Die Module werden unabhängig voneinander zertifiziert, sodass Sie Hören getrennt von den anderen drei Modulen bestehen können.

Was ist der schwierigste Teil des Goethe B1 Hörens?

Die meisten Kandidaten empfinden Teil 2 und Teil 3 als am schwierigsten, da diese nur einmal gespielt werden und keine Möglichkeit besteht, eine verpasste Antwort nachzuholen. Das Vorlesen der Fragen und das Üben des einmaligen Zuhörens sind die entscheidenden Strategien.

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